Erfahrung von D. Russo zum Thema stiller Reflux: «Die Beschwerden wurden immer schlimmer»



Ich leide seit 3 (!) Monaten an einem chronischen Husten, ständigem Räuspern, Kloss im Hals, Verschleimung im Hals und Atembeschwerden. Die letzten Wochen waren dermassen belastend, dass ich zum Teil Nachts wegen der Atem-Panikattacken kaum mehr 2 Stunden geschlafen haben.

Ich habe eine Odyssee an Arztbesuchen (4 Ärzte, 1 Lungenspezialist und 1 HNO-Arzt) hinter mir und unzählige Apothekenbesuche mit Hustensirups, Kortisonhaltige Asthmasprays, Schleimlösende Mittel, Gelomyrtol, Bronchipret, Umckaloabo uvm. Alles hat nichts gebracht und die Beschwerden wurden immer schlimmer. Erst als ich auf Youtube mehrere Videos zu meinen Symptomen gesehen habe und die Diagnose stiller Reflux gehört habe, habe ich beim HNO-Arzt eine Untersuchung angefragt und er hat bestätigt das die Nasen und Nasennebenhöhlen perfekt aussehen, aber der Rachen und Kehlkopf arg entzündet sind und dass dies tatsächlich vom Stillen Reflux kommen könnte.

Seither sind 3 Tage vergangen. Ich habe das Buch von Jamie Koufman «Wenn der Husten nicht mehr aufhört» gekauft resp. gelesen und habe meine Ernährung umgestellt und geachtet das ich ab 18:00 Uhr nichts mehr esse und siehe da, die Symptome (Husten, Räuspern, Atemnot und Kloss im Hals) sind nach 3 Tage praktisch alle weg, mit einer unglaublichen zurückgewonnen Lebensqualität.

Jamie Koufman schreibt in Ihrem Buch das viele Ärzte, Lungenspezialisten und sogar HNO-Ärzte dem stillen Reflux keine Beachtung schenken, denn der Reflux gehört weder in den Fachbereich der Lungen- oder HNO-Spezialisten, obwohl die Symptome dort aber genau ausgelöst werden.

Wenn die Ärzte die Diagnose nicht stellen, behandelt man das falsche Organ (Lunge oder Hals anstatt Magen) und tappt weiter im Dunkeln. Dabei sind die Symptome wie Atemnot alles andere als zu unterschätzen und gehen mit einer erheblichen Beeinträchtigung der Lebensqualität einher.

Für mich ist es erstaunlich, dass man im 2023 mit allen Weiterbildungen und Fachkompetenzen der Ärzte, ein solches weit verbreitetes Leiden nicht sofort erkennt oder erwähnt.


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